Zum 8. Mal fand am Wochenende vom 13.-15.06.2025 der Helga-Cup in Hamburg auf der Außenalster statt. Auch der SCSz war zum 8. Mal vertreten. Dennoch war es etwas ganz Besonderes: es gingen gleich 2 Teams aus Salzgitter an den Start. Nachdem in den letzten Jahren immer ein recht junges Team gesegelt ist, starteten dieses Mal 4 Seglerinnen der letzten Jahre und 3 Newcomerinnen, dazu eine Seglerin von unserer ersten Helga-Cup-Crew in neuen Konstellationen. Um sowohl das erste SCSz-Helga-Team als auch Salzgitter selbst in Ehren zu halten, war schnell entschieden, dass die Crew-Namen „Nereide 2.0“ und „Salty Mammoths“ sein sollten.
Neben uns waren 59 weitere Teams aus ganz Deutschland und der Welt in der J70 und 13 Teams in der inklusiven Bootsklasse RS Venture dabei. An den 3 Tagen ging es immer wieder für kurze und knackige Rennen aufs Wasser. Zwischendurch wurde bei einem Kaffee, lustigen Gesprächen oder Kartenspielen Kraft geschöpft. Insgesamt also sehr vielseitig: sowohl der Wind, von Flaute bis viel Wind war alles dabei- als auch unsere Stimmung und unsere Moral.
Der Freitag startete vielversprechend: alle waren pünktlich (danke an die Bahn!) und bei gutem Wind und herrlich sonnigem Wetter gingen wir motiviert auf die Boote. Dennoch sollte es ein richtiger Freitag, der 13. werden. Die Platzierungen waren gut („Salty Mammoths“: 5-DNF-7-7 und „Nereide 2.0“: 4-2-5-3), Aber dennoch: in einer sehr brenzligen Situation mussten die „Salty Mammoths“ improvisieren und konnten nicht mehr in gewohnter Weise weitersegeln. Getoppt wurde das auch noch dadurch, dass sich zum Ende des Tages leider herausstellte, dass unsere „2“, also die Position der Taktikerin, für den Rest des Wochenendes ausfallen würde. So kann ein Segeltag leider auch enden. Dennoch nahmen wir all unsere gute Laune und Motivation zusammen und versuchten, den Abend mit offiziellem Empfang zu genießen und uns dann wieder fit zu schlafen.
Das war auch notwendig, denn am Samstag waren beide Teams direkt in den ersten Rennen an der Reihe und somit für das Aufbauen der Boote zuständig. Insgesamt fanden 4 Flights – also pro Crew 4 Rennen – statt. Nach dem Zwischenfall am Freitag segelten die „Salty Mammoths“ für den Rest des Wochenendes ohne Gennaker und für die ausgefallene Position der Taktik hatten wir super Unterstützung des Teams „Akquinet“ aus Hamburg, die immer eine Seglerin an uns ausleihen konnten. Aber selbst dadurch ließen sie sich nicht aufhalten und gaben weiterhin 100% (5-6-5-7) und auch „Nereide“ ersegelte zufriedenstellende Ergebnisse (6-5-4-3). Dämpfer waren für „Nereide“ ein Rennen, in dem der Gennacker aufgrund von Verstrickungen nicht gesetzt werden konnte und dadurch einige Plätze verloren gingen und eins in dem sie aufgrund einer Tonnenberührung kringeln mussten. Am Abend gab es lecker Nudeln und wir haben den Abend gemeinsam verbracht.
Das letzte Rennen fand dann am Sonntag statt. Es gab starke Windreher, die dann auch für eine ganze Weile anhielten. Für das Team Nerïde wurde es ein 3. Platz und bei den „Salty Mammoths“ ein 6. Platz. Zuletzt landeten wir so auf dem 31. und dem 58. Platz und sind insgesamt zufrieden.
Ganz zum Schluss stand noch das Finale an! Nachdem ein ordentlicher Regenschauer den strahlenden Sonnenschein abgelöst hatte, war der Wind allerdings leider so gut wie weg. Nachdem in der RS Venture das Finale bereits einige Minuten lief, musste es doch abgebrochen werden. Wir hätten den Seglerinnen einen schönen Abschluss gewünscht- trotzdem sprechen die vorherigen Ergebnisse natürlich für starke Leistungen und wir gratulieren allen Sportlerinnen!
Auch der erste Startversuch der J70 musste abgebrochen werden. In der buchstäblich letzten möglichen Minute um 15:59 Uhr (um 16:00 Uhr war laut Ausschreibung die letzte Startmöglichkeit) kam dann das erneute Ankündigungssignal und beim 2. Versuch konnte das Finale auch beendet werden. Es war bei dem wenigen Wind eine absolute Geduldsprobe und bis zum letzten Moment unglaublich spannend. Über das Live-Tracking und den Livestream konnten wir das Rennen vom Steg aus verfolgen und den Zieleinlauf dann in echt und in Farbe beobachten.
Ganz besonders stolz sind wir auf die Crew vom Segelclub Hansa-Münster, mit denen wir viele gemeinsame Trainingserfahrungen teilen und die den 6. Platz ersegelt haben und außerdem zu den Siegerinnen der Herzinnen gewählt wurden.
Genauso besonders dankbar sind wir dem „Team Akquinet“, die für uns auch ganz eindeutig Siegerinnen der Herzinnen sind: vielen vielen Dank, dass ihr unsere fehlende Frau mehr als nur ersetzt habt!
Auch an alle anderen! Danke, dass ihr da wart. Der Helga-Cup besteht nicht nur aus dem gegeneinander Segeln, sondern auch, oder vor allem aus dem Miteinander. Wir freuen uns jedes Mal sehr, neue Leute kennen zu lernen (dieses Mal auch uns gegenseitig) und alte Gesichter wieder zu sehen: besondere Grüße an die Frauen-Teams vom Duisburger Segelclub und vom Segelclub Hansa-Münster!
Ein großes Danke auch an die Organisation und ganz besonders auch an Jocky vom Heinz-Nixdorf-Verein, der für uns immer ein super Training möglich macht und dadurch auch erst die Teilnahme am Helga-Cup!