Das Wetter meinte es bei der IDM nicht so gut für die 31 Seglerinnen aus dem gesamten Bundesgebiet. Dabei hatte der ausrichtende BSV alles bestens vorbereitet, beim Wetter ist man aber machtlos. Schwache Winde um nur 2Bft am ersten Wettfahrttag ließen gerade einmal zwei Durchgänge zu. Wichtig war schon die Frage beim Start: „Es kam also wirklich auf eine freie Startposition an, sonst wurde man vom Feld verschluckt. Und dann gab es bei uns auch noch die Frage der richtigen Seite.“ Bis auf die spätere Siegerin Katja Müller aus Schwerin (SYC) erwischten alle anderen Seglerinnen nur einen guten Lauf. Nadja kam zu Beginn auf Platz drei ein, ließ dann aber einen 11. Platz folgen.
Am zweiten Regattatag zeigte sich beim Rausfahren noch ein brauchbares Lüftchen. Doch pünktlich zum Start war dieses dann leider verschwunden. Die Regattaleitung nutzte jeglichen Spielraum, um zwei weitere wenn auch verkürzte Wettfahrten zu ermöglichen. Nadja meinte hierzu… die „Windzitrone“ wurde maximal ausgequetscht, um ein Ergebnis mit vier eingebrachten Wettfahrten ohne Streicher für die Deutsche Meisterschaft zu ermöglichen. Denn am dritten Wettfahrttag gab es keine einzige Chance auf Wind, Nadja hierzu: „das Steinhuder Meer zeigte uns im wahrsten Sinne des Wortes seinen Spiegel ins Gesicht“. Und so machte es die im Nachhinein wichtige vierte Wettfahrt richtig spannend bei der Vergabe der Medaillen und Platzierungen der IDM.
Katja MÜLLER, nach Top Ergebnissen mit 2., 3. und 1. Platz kam nur auf einem 12. Platz ein, konnte ihren Platz oben auf dem Podest nur bei Punktgleichheit vor Sandra DIEBEL vom Segel-Club Laupheim bei Ulm behaupten. Genauso eng war auch das Rennen um den dritten Platz. Denn Nadjas Glück (oder Können) mit ihrer besseren Einzel-Platzierung brachte sie im Endklassement auf das Siegerpodest. Mila WENIGER vom Segelclub Talsperre Zeulenroda hatte bei Punktgleichheit das Nachsehen. Weltmeisterin Sophie MENKE startete furios mit einem Sieg in der ersten Wettfahrt, zweistellige Ergebnisse am zweiten Tag führten sie nur zu Platz sechs… ein für sie zu verschmerzenden Ergebnis… eine WM lässt sich einfach nicht toppen.
Für Nadja bedeutet dieser dritte Platz die erneute Teilnahme bei der Ehrung der Sportmeister der Stadt Salzgitter im nächsten Jahr. Hoffentlich klappt das terminlich mit der Anreise aus Berlin, denn durch ihre persönliche Leistung wird auch unser Segel-Club sichtbar wahrgenommen. Naja, dir unseren Glückwunsch und auch weiterhin viel Erfolg.