Hängen, hängen, hängen!

Auch in diesem Jahr konnten sich zwei 420er-Teams des SCSz wieder erfolgreich für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren. So verbrachten wir vom 2.-6.10. fünf ereignisreiche Tage in Warnemünde.

Dienstag, der 01.10.2019, im Auto: Während Jan und Nicole die lange Fahrt nach Warnemünde nahezu verschlafen, müssen Ellen und Dorkas bereits Diskussionen bei der Vermessung der Boote führen.
Nach dem Zusammentreffen in der wunderschönen, geräumigen Ferienwohnung, nur 5 Minuten vom Hafen entfernt, genießen wir ein leckeres gemeinsames Abendessen.


Mittwoch, der 02.10.2019, Warnemünde: Nur noch ein Tag, bis zum Wettkampf! Und den nutzen wir für ein letztes Training gemeinsam mit einem befreundeten Team vom Seeburger See, um uns an das Revier zu gewöhnen. Bei guten vier Windstärken, werden wir schon beim Verlassen des Hafens von den harten Bedingungen überrascht: Starker Wind und meterhohe Wellen, die einen schnell aus dem Gleichgewicht bringen können. Trotz der Anstrengung, haben wir riesigen Spaß auf dem Wasser. Denn das Gefühl von Geschwindigkeit und das Adrenalin beim Gleiten sind das, was Segeln ausmacht!


Donnerstag, der 03.10.2019, Warnemünde: Nun ist es so weit: Der erste Regattatag steht uns bevor. Auf dem Wasser macht sich das Training vom Vortag bezahlt. Es ist viel leichter, bei diesen Bedingungen zu segeln, wenn man sich vorher etwas daran gewöhnen konnte. Trotzdem sind insgesamt drei Wettfahrten sehr kräftezehrend, sodass wir stolz sein können, den Tag ohne Kenterung zu überstehen. Den Abend schließen wir mit einem gemütlichen Beisammensein ab.


Freitag, der 04.10.2019, ja, auch heute Warnemünde: Der Wind ist über Nacht etwas abgeflaut und hat kleinere, aber dafür spitze Wellen hinterlassen, die schwierig auszusteuern sind. Bei diesem mäßigen Wind geht es mehr um Technik als um Kraft, sodass wir ganze vier weitere Wettfahrten abschließen können. Damit ist nun die Qualifikationsphase abgeschlossen.

 

Samstag, der 05.10.2019, man kann sich schon fast denken, wo: Nun beginnt die Finalphase, unsere letzte Chance, uns noch einmal nach vorne zu arbeiten. Und das gelingt uns: Ellen und Nicole können bei drei Wettfahrten sogar einen 20. und einen 13. Platz erkämpfen. Somit liegen sie im Endergebnis auf Platz 74, Dorkas und Jan liegen nach ebenfalls guten Wettfahrten auf dem Glücksplatz 100. Das Beste am Tag ist allerdings nicht der sportliche Erfolg, sondern vor allem der Spaß auf dem Wasser. Mit 5-6bft. erreicht der Wind seinen Rekord für diese Woche, dementsprechend hoch sind auch die Wellen. Das Motto des Tages lautet also „Hängen, hängen, hängen! (Und nicht kentern!;))“ Die Geschwindigkeit auf den Halbwindkursen ist atemberaubend und das Adrenalin während der Wettfahrten lässt uns allen Schmerz und Anstrengung vergessen und einfach nur den Moment genießen.
Am Abend sind wir dann stolz auf unsere Erfolge und lassen den Tag erneut gemeinsam mit den Freunden aus Seeburg ausklingen.


Sonntag, der 06.10.2019, schon fast wieder auf dem Weg zurück: Nachdem wir bereits in den letzten Tagen alle geplanten Rennen beendet haben, nutzen wir den heutigen Tag für einen gemeinsamen Spaziergang zum Warnemünder Leuchtturm. Nach diesem entspannten Ausflug trennen sich unsere Wege und wir treten mit schönen Erinnerungen und Erfahrungen den Heimweg an und freuen uns schon auf die nächste Saison.


An dieser Stelle möchten wir uns außerdem für die Betreuung auf dem Wasser und an Land durch Annette und Jens bedanken. Außerdem noch ein besonderer Dank an Afra und Rainer aus Seeburg für die großartige Fürsorge, wenn wir durchgefroren und erschöpft an Land kamen.


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